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Hast du auch eine Liste mit Dingen, die du auf jeden Fall in diesem Leben noch erleben oder umsetzen möchtest?

Wann hast du sie das letzte Mal in der Hand gehabt, um dir dann zum x-ten Mal selbst zu erklären, warum es bis jetzt noch nichts geworden ist mit deinen Vorhaben und Träumen?

Die Kinder sind zu klein....
Die Schwiegereltern zu alt....
Ich habe keine Zeit....
Ich habe nicht genug Geld....
Ich bin nicht gut genug...
Das schaffe ich nie....

usw.

Am Ende heißt es in psychospirituellen Kreisen immer: „Es ist noch nicht dran...“ Klingt ja auch viel besser, als sich einzugestehen, dass man seinen Allerwertesten gerade einfach nicht hoch bekommt. Im Übrigen finde ich auch das durchaus aufrichtig und legitim.

Ich kenne das gut. Mein Geist klinkt sich an dieser Stelle auch sehr gerne ein und findet Ausreden. Wenn ich auf die letzten Jahre meines Lebens zurückschaue, habe ich echt eine Menge umgesetzt.  

Wenn mir das einer damals gesagt hätte.Geglaubt hätte ich es nicht. Da war dieser Traum, mein Leben beruflich auf ganz andere Beine zu stellen. Dieser Ruf war so drängend, dass ich einfach angefangen habe. Wie ein kleines Kind, das neugierig und voller Freude, aufgeregt seine Welt entdeckt. Zugegeben, ich war ziemlich naiv! Aber vielleicht war es gerade diese unschuldige Sehnsucht, die es mir leicht gemacht hat. Wenn ich gewusst hätte, wie viele rote Ampeln auf dem Weg stehen, durch wie viele Höhen und Tiefen, schlaflose Nächte mich dieser Prozess führen sollte; ich wäre nicht los marschiert.

10 Jahre später kann ich aus tiefstem Herzen sagen: „Diesen Traum von damals, darf ich mittlerweile leben.“ Morgens aufzuwachen und mich auf meinen Tag zu freuen, weil ich die Arbeit tun darf, die ich liebe, ist ein riesen Geschenk. Wer allerdings glaubt, dass es deswegen jeden Tag auch traumhaft zugeht, der irrt gewaltig!

Stufe um Stufe geht es weiter auf dem Weg und irgendwie ist oben nie wirklich oben. Wenn ein Ziel erreicht ist, wartet das nächste. Mittlerweile ist es mir wichtig vor allem den Weg dorthin zu leben. Schließlich sind wir ja keine „Zielerfüllungsmaschinen“.

                                                         Der Zauber des Anfangs

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, 
an keinem wie an einer Heimat hängen.
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will uns Stuf` um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen. 
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, 
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

                                                                                          (Hermann Hesse)

Viele meiner Wünsche und Träume sind sichtbar geworden. Aber da gab all die Jahre noch dieses eine große Projekt. Seit meiner Schulzeit hab ich den stillen Wunsch zu schreiben. Nie werde ich diesen Moment vergessen, wo ich mit meinen Freundinnen kurz dem Abi in Wien auf Abschlussfahrt war. Wie dieses Spiel hieß, weiß ich gar nicht mehr. Aber wir saßen auf unseren Etagenbetten und sollten entscheiden, wer aus der Runde wohl mal ein Buch schreiben wird. Der Blick aller fiel auf mich. Das war die Geburtsstunde eines Traumes, der mich nie verlassen hat.

Lange Jahre gab es Wichtigeres. Dann folgte die Zeit meiner „Ausreden“! Irgendwie hatte ich immer ein sehr romantisches Bild davon, wie mein Buch entsteht. Ulrike ,allein im Schweigeretreat, wunderbar umsorgt mit nichts anderem als der Aufgabe zu schreiben. Nun ja, ob ich mich jemals so ausklinken kann? Keine Ahnung! Es war ein Interview mit der Autorin Elisabeth Herrmann, das mich wachgerüttelt hat. Sie ist alleinerziehende Mutter, schreibt ihre Bücher nach wie vor in einem Büro zum Hinterhof, oft auch zwischen Frühstück und Mittagessen.

Auf was sollte ich warten? Auf den perfekten Moment, in dem alle Ampeln auf grün geschaltet sind? Ich habe einfach angefangen, wieder mit diesem unschuldigen Anfängergeist. Keine Ahnung, was es bedeutet, ein Buch veröffentlichen zu wollen. Ich bin zwar weit weg von der Romantik meines Traumes, denn auch für mich bedeutet es zu schreiben zwischen allem, was der Alltag einer berufstätigen Mutter so mit sich bringt. Es fühlt sich trotzdem verdammt gut an....

Gibt es auch in deinem Leben einen stillen Traum?

Ausreden, ihn zu verwirklichen, werden immer für dich da sein, Gelegenheiten vielleicht nicht. Wir können sicherlich nicht aus dem Stand heute den Mount Everest besteigen, aber jeden Tag 3-5 Schritte vor den anderen setzten, das schafft jeder!

.und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns schützt, und der uns hilft zu leben.

 

Essen um zu Leben

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Traditionelle Chinesiche Medizin und integrales Coaching

Ulrike Feldmann
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Gerd Feldmann
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